Neuer Schwung fürs Thermalbad in Bad Rotenfels

Heilkräftiges Thermalwasser aus rotliegendem Felsgestein speist die Becken der beliebten Therme in Bad Rotenfels. Neben dem entspannenden Blick ins Grüne punktet die Rotherma mit vielfältigen Attraktionen, zu denen auch erlebnisreiche Aufgussszenarien gehören. Um die Anziehungskraft zu erhalten, wurde das Bad modernisiert und erweitert. Thermenspezialist Hilpert plante einen Teil der Erweiterungen im Saunabereich. Auch für den Bau der Dampfbäder und weiterer Räume zeichnet der erfahrene Experte aus Fulda verantwortlich.


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Die Rotherma liegt im großen Kurpark des Gaggenauer Ortsteils. Die berühmtere Kurstadt Baden-Baden gehört zum Einzugsbereich. Ein Thermalbad mit Vitalbad, Aromabad und einer Salzwelt sowie ein Saunapark mit Felsensauna, Eisgrotte und Dampfbädern laden zu ausgiebigem Verweilen ein. Ein Gesundheitsstudio, klassische Physiotherapie und ein Wellnessbereich ergänzen das umfangreiche Angebot. Um damit stets aktuell zu sein, investierte die Kurgesellschaft Bad Rotenfels erneut in den Komplex.

Zunächst wurde ein bestehendes Dampfbad saniert. Wir empfahlen eine Neugestaltung der Kabine, die von einem vieleckigen Grundriss geprägt ist, sowie den Einsatz von großformatiger Keramik für Wände, Böden und Bänke.

Dampfbad in neuem Kleid

Teilweise zweistufig sind die Bankreihen angelegt. Die Sitzfläche der untersten Reihe bietet eine großzügige Tiefe, damit der Badegast den Füßen anderer nicht zu nahe kommt. Eine trittsichere Oberfläche macht sie leicht begehbar. Von Hand wurde in unserer Manufaktur passende keramische Formteile gefertigt, um scharfe Stoßkanten an den Vorderseiten der Bänke zu vermeiden. Ihre schwarze Glasur hemmt die Rutschgefahr.

Das neue Keramikkleid wirkt elegant und lässt das Dampfbad noch weitläufiger erscheinen. Zudem vermindert der geringe Fugenanteil den Reinigungsaufwand. Dasselbe gilt für die schwarz glasierten Hohlkehlen, die den Übergang von Boden und Bänken halbrund ausformen. Sie stammen ebenfalls aus dem Fuldaer Keramikbetrieb.

Die gläserne Decke mit Farblichtspiel und die zentrale Skulptur mit Dampfauslass aus rötlichem Granit blieben unverändert erhalten. Gemeinsam mit farbwechselnden Lichtleisten an den Bänken und atmosphärischen Klängen begleiten sie die Inszenierung des Dampfaustritts – ein Highlight, das die Badegäste jedes Mal mit Spannung erwarten. Während der Zeremonie bleibt der Raum für neue Gäste verschlossen. Am Eingangsportal wird der aktuelle Betriebszustand via Farblicht angezeigt.

Vorfreude auf das Wellnessvergnügen in der Parksauna

In einem zweiten Schritt nahm der Betreiber einen Erweiterungsbau in Angriff und setzte dabei wieder auf unsere Kompetenz als Thermenprofi. Auf rund 400 qm Fläche planten wir eine Anlage mit Dampfbad, Sauna, Forum mit Wärmebank und Fußbad, Dusche und zwei Ruhebereichen, davon einer mit Kamin.

Schwungvoll geformt empfängt die imposante schwarze Wärmebank im Eingangsbereich der neu geschaffenen Parksauna den Badegast. Großformatige keramische Teile bilden ihre pflegeleichte Oberfläche und verleihen ihr den zeitgemäß puristischen Look. Jedes Stück wurde mit passendem Radius von Hand in unserer Keramikmanufaktur gefertigt. Dasselbe gilt für die keramischen Einfassungen der Fußbecken, die sich für wechselwarme Bäder als Vorbereitung für den Saunagang empfehlen. Auch hier sind die handgefertigten Keramikteile eine professionelle, ästhetische und nachhaltige Lösung. Sie folgen exakt dem runden Fußbecken und vermeiden so unschöne Ecken.

Glanzvoller Auftritt

Während des wohltuenden Fußbads lockt schon das gegenüber liegende Dampfbad und weckt die Lust auf ein Wärmebad. Denn eine große Glasfront mit Tür gibt den Blick frei in den rechteckigen Raum, der in intensives Farblicht getaucht ist. Eindrucksvolle Inszenierungen mit Licht, Klang und Dampf entführen den Gast in eine ganz eigene Entspannungswelt. Dabei ruht er auf zweistufig angelegten Wärmebänken, die durch Lichtleisten indirekt beleuchtet werden. Große Glasscheiben bilden die glänzenden Rückwände, die das Farblicht effektvoll reflektieren. Auch die glänzend schwarze Decke nimmt teil an dem reizvollen Spiel.

Was sich im sanierten Dampfbad bereits bewährt hat, ist auch im neuen ein Garant für hohe Funktionssicherheit und Hygiene: Keramik in großen Formaten für die Bankflächen, Handformkeramik für die Kanten und Hohlkehlen am Boden.

Während des Badens zieht das kubische Mittelelement die Blicke auf sich. Von hier aus strömt der Dampf in die Kabine und erfüllt sie in kurzer Zeit. Handgefertigte Keramik in überwiegend rechteckigen Maßen und unterschiedlichen Grautönen bekleidet den Würfel. Für homogene Kanten sind die Eckteile aus einem Stück geformt.

Rundum am Fuße des Blocks liegen die Wasserabläufe. Diese Lösung ermöglicht es, auch am Boden großformatige Fliesen mit Gefälle zu verlegen. Ein ähnliches Prinzip an der Decke hilft, die Badenden vor herabtropfendem Kondenswasser und die Raumecken vor Schimmel zu schützen. Denn an den glatten, schwarz beschichteten Aluminiumflächen, die schräg angeordnet sind, läuft das Wasser kontrolliert zur Wand hin ab.

Faszinierendes Feuer

Nach dem Wärmetanken bietet sich an, im Ruhebereich mit Kamin die Seele baumeln zu lassen. Der Blick in die lodernden Flammen lässt einen den Alltag schnell vergessen. Die attraktive Wärmequelle wird mit Gas betrieben und vermeidet Schmutz. Zudem arbeitet das geschlossene System unabhängig von der Raumluft. Es muss also nicht im Belüftungskonzept des Wellnessbereichs berücksichtigt werden. Die Abgastechnik läuft über ein Koaxialrohr: Das Innenrohr leitet die Abgase ab und die äußere Hülle saugt die Verbrennungsluft an, die dabei schon vorgewärmt wird.

Passend zu den anderen Objekten in dem Wellnessbereich, ist der Sockel des Kamins mit schwarzer Keramik bekleidet. Die dreidimensionalen Formteile von Hilpert erlauben eine elegante Konstruktion aus wenigen großen Elementen.


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Carolus Thermen – Bad Aachen

Antike Badetraditionen zu neuem Leben erweckt
Das gebündelte Wissen von Jahrtausenden um die wohltuende Wirkung von Wärme prägt das Konzept der Saunenlandschaft in den Aachener Carolus-Thermen. Über zwei Etagen erstreckt sich internationale Saunakultur, die kei-ne Wünsche offen lässt. Konzeption, Gestaltung und Produktion der an-spruchsvollen Thermenausstattung lag in den Händen von Hufland.



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Unter einer 14 Meter hohen Kuppel, die dem ungarischen Rudasz-Bad nach-gebildet ist, wurden bereits vergessen geglaubte Badetraditionen wieder zum Leben erweckt. Dort ergänzen im Obergeschoss klassische finnische Saunen unterschiedlicher Temperaturen die Vielfalt der türkischen und osmanischen Bäder sowie römischer Luft- und Dampfbäder, die sich im Untergeschoss of-fenbaren. Zum Verweilen lädt ein großer Saunagarten mit eigenem Badesee ein.

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Dampfbad im Hallenbad Schwäbisch-Gmünd

Ein Dampfbad mit Raffinessen

Das Dampfbad im Gmünder Hallenbad hatte seine besten Zeiten längst gesehen. Statt des zu großen Raums, dem es an Atmosphäre fehlte, sollte eine zeitgemäße Kabine als Besuchermagnet entstehen. Wir entkernten das vorhandene Schwitzbad und baute ein neues Dampfbad in schnörkelloser Ästhetik, das auch durch seinen energieeffizienten Betrieb überzeugt.

 


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Der puristische Look des Dampfbads stammt aus der Feder des Architekturbüros Fritz in Bad Urach und setzt auf eine klare Formensprache sowie Materialien in großen Formaten. Stimmungsvolle Lichtinszenierungen unterstreichen die innovative Gestaltung. Die durchdachte Kabinenkonstruktion erhöht den Wohlfühlkomfort.

Effektvolle Gestaltung
Glasflächen an den Wänden erfüllen den neu gestalteten Raum mit sanfter Helligkeit. Indirekt sichtbare Lichtleisten entlang der Bänke und der Decke nehmen den Elementen die Schwere. Dazu setzen einzelne Spots spannungsvolle Lichtakzente.

Neben den Lichteffekten fallen in dem neuen Dampfbad die größeren Formate ins Auge. Die Großformatfliesen und -glasflächen erzeugen Ruhe und tragen zu einem effizienten Betrieb bei. Abgesehen von ihrer attraktiven Optik sind die fugenarmen Flächen nämlich einfacher sauber zu halten.

Auch die glänzend-schwarze Dampfbaddecke, die sich über den Raum spannt, folgt den Regeln von Nachhaltigkeit, Komfort und Ästhetik. Denn an ihrer glatten, gewölbten Oberfläche rinnt das Kondenswasser sauber zur Wand hin ab, statt auf die Badenden herabzutropfen oder gar in den Ecken haften zu bleiben, um später Schimmel zu bilden.

Besucherorientierte Details
In einem Mittelelement ist der Dampfauslass positioniert. Das gewährleistet eine gleichmäßige Verteilung des Nebels im Raum. Zugleich sind die hier angebrachten Kneippschläuche von jedem Badegast leicht erreichbar. Darüber hinaus haben die Badegäste die Möglichkeit auf Knopfdruck zusätzliche Sprühnebelstöße zu aktivieren. Sie wirken ähnlich wie ein Saunaaufguss. Ein gut sichtbarer Taster an der Wand bietet sich dazu an. Die Austrittsdüsen sind in die Decke integriert. Sie vernebeln das Wasser, das vollständig in der Luft verdampft.

Trendgerechte Lösungen
Großformatige Keramik bekleidet die Wärmebänke ebenso wie das massiv wirkende Mittelelement. Es ist am Boden von einer keramischen Rinne umgeben. Sie sammelt das Wasser im Fußraum und führt es unauffällig ab. Diese Konstruktion erlaubt es, auch am Boden trendgerechte Keramik in großen Formaten einzusetzen. Denn dank der speziellen Rinnenausbildung – anstelle eines einzelnen zentralen Ablaufs – konnte das nötige Gefälle durch großzügige Schrägflächen ausgebildet werden. Die Rinne selbst wurde in unserer Keramikmanufaktur passend zum umgebenden Fliesenbelag eigens für das Projekt gefertigt.

Neue Attraktion geschaffen
Im Unterschied zum Vorgängerbad ist die neue Kabine nun etwas kleiner. Nebenan fand so ein zusätzlicher Technikraum Platz, der kurze und daher energiesparende Wege für die Dampfeinbringung ermöglicht. Früher war der Dampfgenerator viele Meter entfernt platziert. Die lange Leitung hatte hohe Energiekosten zur Folge und sie erschwerte auch die Dampfeinbringung in den Raum. Mit diesem Dreh und den durchdachten Detaillösungen gelang es im Gmünder Hallenbad ein Dampfbad zu realisieren, das hohen Anforderungen an Nachhaltigkeit und Effizienz gerecht wird und zugleich den Besuchern eine effektvolle und komfortable neue Attraktion bietet.


Download PDF: Pressetext-Dampfbad-Schwaebisch-Gmuend

Carpesol – Bad Rothenfelde

Eintauchen in die Welt der Wärme

Bad Rothenfelde/Fulda, 27. August 2014. Im Freizeitbad Carpesol in Bad Rothenfelde genießen die Badegäste den Luxus von 800 Quadratmeter Wasserfläche. Mit dem Carpespa bietet der Komplex darüber hinaus eine sehenswerte Wellnesslandschaft. Hilpert plante und baute für die Thermenwelt zwei Dampfbäder und ein Tecaldarium.


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Das im Jahr 2013 neu errichtete Thermal- und Solebad liegt zwischen Osnabrück, Bielefeld und Münster nahe dem Teutoburger Wald. Seine moderne Architektur schafft ein einzigartiges Flair, das den Gast umgibt. Sechs verschiedene Thermal- und Solebecken fördern mit vitalisierender Bad Rothenfelder Natursole Gesundheit und Entspannung. Dabei übernimmt auch das Spa eine wichtige Rolle.

In den Dampfbädern des Carpespa umhüllt wohltuender Nebel den Körper und befreit die Atemwege. Kostenlose Salzpeelings wirken hautverjüngend. Stimmungsvolles Farblicht und ein schnörkelloses Design unterstreichen die Wohlfühlatmosphäre in den Räumen, die Hilpert entwarf und errichtete. Sie bieten ungetrübtes Badevergnügen – auch dank vieler raffinierter Details: So unterstützen beispielsweise die Deckenkonstruktionen mit glattem Tonnengewölbe die Hygiene, da Kondenswasser sauber zum Rand hin ablaufen kann und nicht in den Ecken haften bleibt oder gar Schimmel bildet. Für Trittsicherheit im feuchtwarmen Klima sorgen rutschhemmenden Beläge auf der unteren Bank und auch an den Kanten der oberen Wärmebänke. In der Keramikmanufaktur Hilpert wurden sie eigens für das Projekt angefertigt.

Dasselbe gilt für die keramischen Einfassungen der Fenster. In einem Dampfbad eröffnen drei Fenster den Ausblick nach draußen. Im anderen lassen sie das warme Licht des Flurs einfallen. Unterschiedlich sind auch die Elemente für den Dampfauslass: einmal als Turm, das andere Mal als mittiges Objekt platziert, sorgen sie für eine gleichmäßige Verteilung des Nebels im Raum.

Intensive Wirkung

Ebenso ideenreich wie einzigartig ist das Tecaldarium des Carpesol. Denn es kombiniert ein sanftes Wärmestrahlungsbad mit Infrarottechnologie. Während des Bads ruht der Gast auf Wärmebänken, deren körpergerechte Form von großen dreidimensionalen keramischen Elementen aus der Manufaktur Hilpert gebildet wird. Sie durchströmen den Körper von hinten mit wohltuender Wärme. Währenddessen blickt der Badegast auf Stelen, in die Infrarotstrahler integriert sind. Auf Knopfdruck kann er diese aktivieren und genießt damit zugleich Tiefenwärme von vorne.


Download PDF: Carpesol – Bad Rothenfelde

H2o Badeparadies Remscheid – Bad der Sinne

Bad der Sinne

Die Saunalandschaft des H2O Badeparadieses ist eine der beliebtesten Freizeit- und Wellnessadressen im Bergischen Land. Nach einer umfangreichen Sanierung lockt das Freizeitbad Gäste aus nah und fern jetzt mit einem neuen „Bad der Sinne“ von Hilpert.

Ob zum Sport, Plantschen, Toben oder einfach nur zum Entspannen – drinnen oder draußen – die Wasserlandschaft im H2O bietet ein breit gefächertes Erlebnisangebot. Für jeden Geschmack ist etwas dabei.


Dampfbadensemble „Alcazar“

Siebzehn Jahre lang lud hier das Dampfbadensemble „Alcazar“ von Hilpert die Gäste zum Relaxen ein. Im Zuge der Renovierung des Freizeitbads wurde auch dieser Bereich komplett erneuert. Wegen der guten Erfahrungen mit der Vorgängeranlage, erhielt Hilpert den Auftrag für die Realisation der neuen Therme.

Zeitgemäße Attraktionen und ein moderner Look standen auf der Wunschliste der Bauherren. Eine Aufgabenstellung, die Hilpert viel Spielraum ließ. Aus diesen Vorgaben kreierten Dipl.-Ing. Helmut Hilpert und sein Team eine Anlage voller sinnlicher Erlebnisse – ein Bad der Sinne.


Kompakte Wellness-Anlage mit reichem Angebot

Auf gerade einmal einhundert Quadratmeter Fläche findet der Badegast alles, was sein Herz begehrt: Telcadarium®, Rhassoul, Dampfbad, Wärmebank mit Fußbecken, Erlebnisdusche und Regenstraße. Das Zentrum der Therme bildet ein Forum mit Wärmebänken und Fußbecken, das im Grundriss eine Ellipse ähnelt. Hier bereitet sich der Badegast auf die Schwitzbäder vor. Handgefertigte Keramik aus der Manufaktur Hilpert stimmt in kräftigem Rot auf den Urlaub vom Alltag ein.

Um das ovale Forum herum sind die verschiedenen Funktionsräume angeordnet. Jeder von Ihnen spricht ein Sinnesorgan ganz besonders intensiv an:

Für die anregenden Farblichtkompositionen interessiert sich im Tecaldarium® das Auge des Gastes. In Anthrazit glasierte, großformatige Keramik und weiße Wände bilden hier eine optimale Projektionsfläche für das farbige LED-Licht. In dem mit 34° – 45°C mild temperierten Raum entspannt der Badende auf ergonomisch geformten Wärmebänken. Seine Füße ruhen derweil bequem auf Stützen. All diese Elemente sind mit Keramik bekleidet, die bei Hilpert eigens für das Projekt gefertigt wurde.

Im Dampfbad steht die Nase im Mittelpunkt. Durch sie gelangt der Nebel mit seiner heilsamen Wirkung in die Bronchien. Bei 43° bis 48° C und hundertprozentiger Luftfeuchtigkeit werden die Atemwege frei und geschmeidig. Im H2O strömt der Dampf aus einem zentral platzierten Element und verteilt seinen wohlriechenden Duft gleichmäßig im Raum. Ein abgeteilter Zugangsbereich beruhigt die Atmosphäre in der Kabine. Trennwände schaffen diskrete Sitznischen. Eine abgeschrägte Deckenkonstruktion sorgt dafür, dass das Kondenswasser zur Wand hin abläuft, ohne zuvor auf den Badegast zu tropfen oder gar in den Ecken haften zu bleiben, um später Schimmel zu bilden.


Orientalische Baderiten

Ein haptisches Erlebnis bietet der Besuch im Rhassoulbad. Als Kombination aus Kräuterdampf- und Naturschlammbad wirkt das Rhassoulbad wie ein natürliches Peeling. Rhassoul ist eine marokkanische Tonerde, die auf den Körper aufgetragen und einmassiert wird. Während des Badegangs, bei dem Wärmestrahlung, Dampfentwicklung und Regenschauer zusammen spielen, wirkt die Mineralerde besonders wohltuend für die Haut. Eine gründliche Reinigung durch Brausedüsen an der Decke und eine ausgiebige Ruhephase schließen den Badevorgang ab.

Für unbeschwerte Regeneration im feucht-warmen Klima des Rhassoulbads sorgen im H2O hygienische Oberflächen, die sich leicht reinigen lassen. Aus diesem Grund ist der Raum nicht nur mit großformatiger Keramik aus der Manufaktur Hilpert ausgestattet, sondern auch mit einer gewölbten Decke. An ihrer glatten Oberfläche wird das Kondenswasser zur Wand geleitet, um dort sauber herabzulaufen.

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Innovative Attraktionen

Ein erfrischendes Erlebnis, das unter die Haut geht, bietet der Eisbrunnen von Hilpert. Schon der Anblick der hinterleuchteten Glitzerwelt über dem Eisbecken, stimmt auf die pure Erfrischung ein. Zerstoßenes Glas erzeugt diesen Eiskristalleffekt. Sanft fühlt sich das
weiche Crasheis an, wenn es auf erhitzter Haut verrieben wird.

Neben der Haut ist vor allem das Gehör Adressat der Regenstraße. Verschiedene Naturschauspiele und Temperaturzonen simuliert der einzigartige „Rainwalk“ von Hilpert. Diese Innovation war der Jury des Golden Wave 2013 eine Auszeichnung wert. Die von Farblicht erfüllte Erlebniswelt, die Duschen mit Bewegung kombiniert, durchschreitet der Badegast im H2O und läuft dabei im Kreis.

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Ideenreiches Konzept

Mit der ovalen Raumkomposition entwickelte Hilpert einen dynamisch wirkenden Thermenbereich, der diskrete Zonen schafft und in dem der Badegast dennoch stets die Orientierung behält. Im Unterschied zur früheren Lösung, ist das heutige „Bad der Sinne“ über zwei Zugänge zum Schwimmbereich geöffnet. Die intensive Farbgebung macht jeden neugierig, diese einzigartige Erlebniswelt zu erkunden.


Download Pressetext (PDF): Hilpert H2O Remscheid

Dampfbad Vierordtbad – Karlsruhe

Keramik Kunst im Dampfbad | Hilpert und Majolika arbeiten zusammen

Im Karlsruher Vierordtbad hat Kunst am Bau Tradition. Aus der Majolika Keramik Manufaktur Karlsruhe stammt unter anderem das große keramische Relief im Forum der Therme. Seit kurzem ziert die keramische Kunst auch ein Dampfbad, das Hilpert plante und realisierte. Der Künstler Wolfgang Thiel entwarf und bemalte zwei Wandbilder und modellierte eine Plastik.


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Das Vierordtbad stammt aus klassizistischer Zeit und ist das älteste Bad in Karlsruhe. Heute beherbergt es eine stilvolle Therme. Hier finden regelmäßig auch Kulturfreitage statt, an denen Entspannung und Kultur niveauvoll verknüpft werden. Ein Besuch in der Therme ist nicht nur ein Genuss für Körper, Geist und Seele, sondern auch für die Augen mit der historischen Innengestaltung und den halbjährlich wechselnden Kunstgemälden von regionalen Künstlern.

Ein breit gefächertes Angebot erwartet die Badegäste des Vierordtbads: Unterschiedliche Innen- und Außensaunen, Tepidarium, Dampfbad, Warmluftbad, Kalt- und Warmwasserbecken sowie attraktive Außen- und Innenhöfe gehören dazu.

Griechische Mythologie
Das bisherige Dampfbad war modernisierungsbedürftig. Im Auftrag der Karlsruher Bäderbetriebe entwickelte daher Hilpert eine zeitgemäße Lösung, die sowohl funktional als auch ästhetisch überzeugt. Dabei integrierte der Thermenprofi auf Wunsch des Bauherrn die von Wolfgang Thiel in der Karlsruher Manufaktur gefertigten Kunstwerke. Auf Basis der Raumplanung von Dipl.-Ing. Helmut Hilpert entwickelte Thiel zwei Wandbilder und eine Plastik.

Sie stellt Hygieia dar, die griechische Göttin der Gesundheit und der Reinlichkeit. Sie wird bereits im Brunnen vor dem Bad zitiert. „Ich setzte Hygieia nackt auf den zentralen Sockel, nackt wie die Besucher im Dampfbad. Sie kniet. Die leichte Körpermodellierung der kubischen Figur schafft Sinnlichkeit und eine haptisch-weiche Formulierung“, erläutert Wolfgang Thiel. Ihre Haltung suggeriert die eines in sich ruhenden, meditierenden Menschen.

Das linke Bild zeigt ein antikes Thema: Das Urteil des Paris. Ein von der Göttin Iris eingeworfener, goldener Apfel – jener legendäre Zankapfel – stiftet Streit unter Göttinnen, denn er soll nur der schönsten gehören. „Allerdings macht das Thema bei mir einen „gender-turn“, denn nicht Paris, sondern Aphrodite darf über drei schöne Männer urteilen“, beschreibt Thiel. „In dem antiken Thema geht es um körperliche, geistige Schönheit, Sinnlichkeit und um geistige Frische. Ein Thema das den Absichten der Dampfbadbesucher ganz entsprechen dürfte.“ Passend dazu sind die Farben gewählt: Hell und dominiert durch das vitale Lichtfarbenduo gelb-grün.

Eine kräftige Binnenzeichnung durch Gravuren bestimmt den größten Kontrast und ist
auch in Dampfdichte bemerkbar. Die Farben setzte Thiel mit großen Pinselbesen spontan und gezielt.

Im rechten Bild stellt der Künstler der Paris-Gruppe ein konträres Motiv gegenüber – eine Großaufnahme von Köpfen und sinnlichen Händen: Ein Händepaar und drei sich überschneidende, sehr ähnliche Frauenköpfe, die alle auf nur einer Schulter ruhen und
alle ihren Blick dem Betrachter zuwenden. Ihre mit dem Hintergrund verschmelzenden, offenen Konturen suggerieren die schweifende Drehbewegung des Kopfes.
„Ist es eine hastige Bewegung, um sich im Nebel besser orientieren zu können? Oder ist`s der suchende Blick von nur einer Person? Wohin schaut sie? Zu Dir? Oder hilft sie bei der Entscheidung der Aphrodite abwägend mit? Das will unausgesprochen bleiben und den
Gestaltungsmöglichkeiten und der Fantasie des Betrachters überlassen sein“, lässt Thiel bewusst offen.

Kooperation mit Zukunftspotential
Die Badegäste sind begeistert vom neuen Dampfbad und den Kunstwerken. Weil das Projekt so erfolgreich verlief und der Auftraggeber überaus zufrieden ist, wollen Hilpert und Majolika auch in Zukunft enger kooperieren. „Völlig reibungslos war die Zusammenarbeit aller Beteiligten“, bestätigen Majolika-Geschäftsführer Dr. Dieter Kistner und Helmut Hilpert.

Beide Unternehmen verbindet außerdem ihre langjährige Erfahrung, die Liebe zum natürlichen Werkstoff Ton und ein ausgeprägter Sinn für Ästhetik. Thermenprofi Hilpert blickt auf eine fast 60-jährige Tradition als Keramikmanufaktur zurück. Neben Kaminen und Kachelöfen sind es heute vor allem Thermen und Bäder, in denen diese formenreiche Keramik gefragt ist. Daher zählt außer der Herstellung der Keramik für Dampfbäder, Wärmeräume und Traumbäder insbesondere deren Konzeption und Ausführung zum Leistungsumfang. Private, öffentliche und gewerbliche Bauherren im In- und Ausland schätzen die ideenreichen Konzepte, das handwerkliche Know-how und die Innovationskraft des mittelständischen Unternehmens.

Die Majolika ist eine traditionsreiche, hochangesehene Kunstwerkstatt, die 1901 von Großherzog Friedrich I gegründet wurde. Sie trägt viele Handschriften: berühmte Künstler von nah und fern, von regionalem wie von internationalem Rang bestimmen seit Jahrzehnten den Charakter der Manufaktur und ihrer Produkte. Nach deren Entwürfen formen, gießen, retuschieren und bemalen versierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter meisterhafte Keramiken. Seit August 2011 ist die neugegründete Majolika-Stiftung für Kunst- und Kulturförderung Karlsruhe alleinige Gesellschafterin des Unternehmens.

Gelungene Synthese
Im neuen Dampfbad des Vierordtbads zeigen sich die Stärken beider Unternehmen deutlich. Der erfahrene Thermenbauer Hilpert entwarf den Raum, plante die zuverlässigen technischen Anlagen, stimmte die Glasuren farblich auf die künstlerische Keramik ab und stellte die formenreiche Keramik zur Gestaltung des Raums individuell her. Schließlich baute das Team von Hilpert das komplette Dampfbad und brachte auch die keramischen Kunstwerke an.

Das Dampfbad von Hilpert erfüllt hohe Anforderungen an Funktion und Design: So bekleidet großformatige, von Hand gefertigte Keramik beispielsweise die Sitzflächen der warmen Bänke. Mit ihrem geringen Fugenanteil trägt sie zur Hygiene im feucht-warmen Klima bei. Sauberkeit und Komfort unterstützt auch die raffinierte Konstruktion der Dampfbaddecke. Wegen ihrer gewölbten, glatten Form läuft das Kondenswasser zur Wand hin ab, statt auf den Badegast zu tropfen oder sich gar in den Ecken festzusetzen.

Majolika war für den künstlerischen Part verantwortlich. Am Anfang stand ein Wettbewerb. „Wie immer bei unseren Projekten, bei denen es um Kunst am Bau geht, haben wir dem Bauherrn drei Künstler vorgestellt“, berichtet Dr. Kistner. Die Karlsruher Bäderbetriebe entschieden sich schließlich für Wolfgang Thiel. Für ihn fertigte Majolika die Plattenrohlinge, die Thiel in einem von acht Ateliers der Manufaktur bemalte. Die Statue baute Thiel von Hand auf. Zum Schluss verliehen die Spezialisten von Majolika der Keramik durch den Brand ihre Widerstandsfähigkeit.

Die Resonanz der Gäste könnte nicht besser sein. „Sie gehen sogar direkt auf unser Personal zu und sprechen ihr Lob aus für diese neue Attraktion“, berichtet Oliver Sternagel, Leiter der Karlsruher Bäderbetriebe. Vor allem gefällt, dass hier heimische Keramik in so gelungener Weise den Raum gestaltet.


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Pressetext: Kunst im Dampfbad | Hilpert und Majolika arbeiten zusammen (PDF)