Neues Hamam von Hilpert in den SchwabenQuellen

Vor den Toren Stuttgarts lockt mit den SchwabenQuellen ein 7.000 Quadratmeter großes Wellness-Paradies in die Welt der Entspannung. Thermenprofi Hilpert ersetzte das Hamam durch eine neue Anlage und verlieh ihm einen zeitgemäßen Look. Das innovative Design und die durchdachte Ausstattung vereinfachen den täglichen Betrieb und erhöhen den Komfort.

Ein Besuch der SchwabenQuellen gleicht einer imaginären Reise durch 18 Kulturkreise. Ein orientalischer Dampfbadbereich darf da natürlich nicht fehlen. Mit der Zeit war das Hamam der 1994 eröffneten Therme, die seit Mai 2000 von der KANTO GmbH betrieben wird,  jedoch in die Jahre gekommen. Die rege Nutzung hinterließ Spuren. Zugleich gestaltete sich das Reinigen der detailreichen Ausstattung recht aufwändig. Gute Gründe also, um dem Hamam eine „Frischzellenkur“ zu gönnen.

 


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Eigens für das Hamam entwickelte die Fuldaer Keramikmanufaktur Hilpert Profilfliesen in orientalischem Design. Foto: Hilpert

Da auch das neue Hamam in das bestehende Gesamtkonzept der Therme passen sollte, wurde das orientalische Thema beibehalten, jedoch neu interpretiert: Klare Linien paaren sich mit ornamentalen Details, die dezent statt opulent wirken. Eigens für diese effektvolle Raumgestaltung entwickelte die Keramikmanufaktur Hilpert spezielle Wandfliesen. Ihr dekoratives, dreidimensionales Profil zitiert die Optik orientalischer Gittermotive.

Mit ihrem grafischen Dekor betonen die von Hand gefertigten Fliesen die Wandnischen im Dampfbad. Mattweiß glasiert, bilden sie zusammen mit großformatigen Fliesen aus Feinsteinzeug die Basis für die kontrastreiche Raumgestaltung. Bewusst setzte Hilpert dem weich anmutenden Weiß ein glänzendes Schwarz entgegen. Es rahmt die Nischen, ziert Sitzbänke, Decke und viele weitere Details. So verwandelt sich die Umgebung in eine Projektionsfläche für effektvolle Farblichtspiele: Im schwarzen Glanz spiegelt sich das farbige Licht – dagegen wird es von den matten, hellen Oberflächen nur zart reflektiert. Diese kontrastierende Gestaltung zieht sich durch das gesamte Hamam, zu dem auch zwei Massageräume gehören.


Neben einer optischen Auffrischung wünschte sich KANTO als Betreiber auch eine Reihe funktionaler Neuerungen. So sollten beispielsweise die Anwendungen auf dem heißen Stein leichter fallen. Im Unterschied zur früheren Lösung ist jetzt ein heißer Stein aus Granit in der Raummitte des Dampfbads positioniert. Von allen Seiten ist er bequem erreichbar.

Bisher war das Hamam aufgrund seiner Struktur und Ausstattung außerdem sehr pflegeintensiv. Trotz der vielen hellen Flächen, ist der Reinigungsaufwand nun deutlich geringer. Denn eine Reihe durchdachter Detaillösungen vermeidet schlecht erreichbare Ecken und unschöne Anhaftungen. Die üblichen Problemzonen im Dampfbad sind Boden, Bänke und Decke. Daher setzte Hilpert insbesondere in diesen Bereichen langjährig erprobte Konstruktionen ein: Den Boden bekleiden rutschhemmend glasierte, großformatige Feinsteinzeugfliesen mit geringem Fugenanteil. Wo der Boden an die Sitzbänke grenzt, sorgen eigens dafür hergestellte keramische Hohlkehlsockel dafür, dass Schmutz selbst in winkliger Umgebung mühelos wegewischt werden kann. Eine saubere Lösung ist auch die umlaufende Rinne, die unterhalb des heißen Steins in den Boden eingelassen ist. Sie fängt herablaufendes Wasser und Seifenschaum auf und leitet die Flüssigkeiten in den Kanal ab.

Der Vorteil eines fugenarmen Belags aus großformatiger Keramik kommt auch auf den beheizten Sitzbänken zum Tragen. Sie bestehen – wie im übrigen alle schwarz glänzend glasierten Objekte in dem Hamam – aus handgefertigter Keramik von Hilpert. Der schwarze Glanz wiederholt sich in der Decke, die aus beschichtetem Aluminium besteht. Ihre glatte Oberfläche sieht nicht nur gut aus, sondern erfüllt auch einen funktionalen Zweck. Denn an ihr bleibt kein Kondenswasser haften, das mit der Zeit unschöne Flecken oder Schimmel bilden könnte. Im Zentrum, oberhalb des heißen Steins, wölbt sich die Decke zu einer Kuppel. Man nennt diese Form Klostergewölbe. Die Kuppel spielt effektvoll mit dem Farblicht, doch sie hat auch einen praktischen Nutzen. Denn an den glatten, schrägen Flächen läuft niedergeschlagenes Wasser sauber zum Rand hin ab, anstatt auf den ruhenden Badegast herab zu tropfen.

Der Vorteil eines fugenarmen Belags aus großformatiger Keramik kommt auch auf den beheizten Sitzbänken zum Tragen. Sie bestehen – wie im übrigen alle schwarz glänzend glasierten Objekte in dem Hamam – aus handgefertigter Keramik von Hilpert. Der schwarze Glanz wiederholt sich in der Decke, die aus beschichtetem Aluminium besteht. Ihre glatte Oberfläche sieht nicht nur gut aus, sondern erfüllt auch einen funktionalen Zweck. Denn an ihr bleibt kein Kondenswasser haften, das mit der Zeit unschöne Flecken oder Schimmel bilden könnte. Im Zentrum, oberhalb des heißen Steins, wölbt sich die Decke zu einer Kuppel. Man nennt diese Form Klostergewölbe. Die Kuppel spielt effektvoll mit dem Farblicht, doch sie hat auch einen praktischen Nutzen. Denn an den glatten, schrägen Flächen läuft niedergeschlagenes Wasser sauber zum Rand hin ab, anstatt auf den ruhenden Badegast herab zu tropfen.


Ein Flur, von indirektem Licht erfüllt, trennt das Dampfbad von den beiden gegenüberliegenden Massageräumen. Hier genießen Badegäste ihre Anwendungen abseits der Blicke anderer. Schwarz und Weiß dominieren die Innenarchitektur. Passend dazu fertigte die Manufaktur Hilpert die keramische Bekleidung der Massagetische aus der Serie „Lithos“, die dadurch zu Unikaten wurden.

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Zum Hamam in Stuttgart gehören ein Dampfbad, zwei Massageräume und eine Reinigungsdusche. Grafik: Hilpert

Die von Hilpert entwickelten Multitalente eignen sich für die Seifenbürstenmassage, die Ayurveda-Therapie oder jede andere Art von kosmetischer oder medizinischer Massagebehandlung. Für Mitarbeiter und Gäste bieten sie viel Komfort. Ihr keramisches Kleid besteht aus einer Vielzahl von Formteilen. Sie garantiert ebenso wie die beheizte, fugenlose Platte, die die Liegefläche bildet, äußerst hygienische Oberflächen. Die geschwungene Form von „Lithos“ bilden vor allem große Handformteile. Damit verringert sich nochmals der Fugenanteil. Das erleichtert die Reinigung und vermindert die Angriffsfläche für Keime.

Zur Behandlung des ganzen Körpers hält „Lithos“ in der Mitte der Längsseite formschöne Armaturen bereit, die in einer Kachel eingelassen sind. Von hier aus erreicht die Brause mit Schlauch auf kurzem Wege alle Stellen am Körper. Eine umlaufende Leiste verhindert, dass Öle und Kosmetika die Kleidung des Therapeuten in Mitleidenschaft ziehen.

Einer der beiden Tische in den SchwabenQuellen ist sogar höhenverstellbar und bietet daher ein noch entspannteres Arbeiten. Zwei Taster steuern das hydraulische System. Hiermit lässt sich der Tisch zum Aufsteigen sicher und bequem absenken und danach für die Behandlung wieder anheben. Der Therapeut kann die für ihn ideale Arbeitshöhe stufenlos einstellen.

Die speziell für die Massagetische angefertigte Keramik ist exakt auf die übrigen Materialien im Raum abgestimmt. Viele Teile stammen aus Fuldaer Manufaktur Hilpert. Dazu gehören die schwarzen Becken und Untertische, Hänge- und Wandleuchten, Rahmungen und Hohlkehlen ebenso wie die weißen 3D-Profilfliesen. Indirektes Licht – am Massagetisch und an den Wänden – erzeugt eine private Atmosphäre und unterstreicht das edle Raumdesign.


Für die Planung und Realisation des neuen Hamams zeichnet Hilpert verantwortlich. Dabei stimmten sich die Fuldaer Thermenspezialisten eng mit dem Bauherrn ab. Im Auftrag von KANTO war der Schwimmbadexperte Frank Eisele als Berater und Fachplaner tätig, der hier seinen reichen Erfahrungsschatz aus der Wellnessbranche mit einbrachte.


Bilder: SchwabenQuellen/Katja Röpke

 


Weitere Informationen zum Bad finden Sie unter www.schwabenquellen.de

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